Nervenarztpraxis Schweich        Dr.R.Touysserkani

 

 

 

 

Die Messung der Nervenleitgeschwindigkeit ( NLG):

 

Die Funktion der Nerven an Armen und Beinen kann durch elektrische Stimulation und Messung der dadurch ausgelösten Antwort beurteilt werden. Der Mensch verfügt über Nerven, welche sowohl Gefühlsimpulse leiten, als auch die Muskeln ansteuern und Bewegungsbefehle weitergeben ( gemischte Nerven). Ferner besitzt der Mensch Nerven, welche ausschließlich Gefühlsimpulse leiten (rein sensibler Nerv) oder ausschließlich Muskeln ansteuern ( rein motorischer Nerv).  Je nach dem welcher Nerv untersucht werden soll, ist die Untersuchung unterschiedlich angeordnet.

Wird ein sogenannter gemischter Nerv untersucht, kann man die Untersuchung in 2 Teile gliedern: im ersten Teil wird die motorische Antwort untersucht. Dazu werden über Zielmuskel und Sehnenansatz Elektroden geklebt und der Nerv an verschiedenen Stellen elektrisch stimuliert. Hierdurch entsteht eine Muskelantwort ( „der Muskel zuckt“), welche nach verschiedenen Kriterien beurteilt wird (wie kräftig?, wie schnell?, welche Form hat sie?).

Im zweiten Teil werden Elektroden über ein Hautareal platziert, von welchem die Empfindung über den untersuchten Nerv ans Gehirn geleitet wird. Nun kann man den Nerv entweder über diesem Hautareal reizen und entlang der Erregungsausbreitung das Antwortpotential ableiten, oder man stimuliert  den Nerv direkt und leitet über der Haut ab. Auch hier wird das Antwortpotential nach den Kriterien beurteilt, wie schnell und wie kräftig und in welcher Form es gemessen werden kann.

Die Untersuchung wird im Liegen oder Sitzen durchgeführt, manchmal muß zuvor die Haut etwas erwärmt werden. Die Dauer hängt von den untersuchten Nerven ab. Sie ist ungefährlich, wird aber von manchen Menschen als unangenehm empfunden.

Die Untersuchung der Nervenleitgeschwindigkeit dient der Einordnung verschiedenster Nerven - und Muskelerkrankungen und der Kontrolle des Krankheitsverlaufes.

 

 

 

Die Elektromyographie (EMG):

  

Hier wird die elektrische Aktivität der Muskelfasern im Muskel selbst untersucht, und zwar in verschiedenen Aktivitätsstufen ( in Ruhe, bei leichter und bei kräftiger Anspannung). Dazu muss eine Einmalnadelelektrode in den Muskel eingestochen werden ( ähnlich wie bei einer Impfung).

Die Untersuchung wird im Sitzen oder Liegen durchgeführt, die Dauer ist abhängig davon, ob mehrere Muskeln untersucht werden müssen.  Bei Menschen mit aggressiver Blutverdünnung kann die Untersuchung wegen der Gefahr einer Blutung in den Muskel nicht durchgeführt werden.

Anhand des EMGs können verschiedenen Muskel- und Nervenerkrankungen eingeordnet und im Verlauf kontrolliert werden.

 

 

 

Die Tremoranalyse:

 

Um Zittern besser verschiedenen Erkrankungen zuordnen zu können, werden Oberflächenelektroden über gegensätzlich arbeitende Muskelgruppen der Arme oder / und Beine platziert. Dann wird die Frequenz und Stärke des Zitterns in verschiedenen Situationen aufgezeichnet ( in Ruhe, bei Muskelaktivierung, bei Gewichtsbelastung).

Die Untersuchung erfolgt im Sitzen oder Stehen, dauert ca. 15 min, ist völlig ungefährlich und schmerzfrei.

  

 

Dr. med. Ruth Touysserkani, Brückenstrasse 4, 54338 Schweich, 06502/9966481     info@nervenarztpraxis-schweich.de